5 stars - 4 reviews5


patzen



sehr, gross, stark


Wortart: Adjektiv
Erstellt von: Russi-4
Erstellt am: 26.06.2007
Bekanntheit: 95%  
Bewertungen: 4 0

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Ähnliche Wörter

patzen
+4 
patzen
+69 
Patzen
+16 
potzn
+4 
Potzn
+2 
putzen
+5 
putzn
-2 
pützn
+2 
Pützn
+2 

Kommentare (12)


Steigerungsform
Diese Steigerungsform ist mir gerade beim Lied "Jö schau" aufgefallen -> "...mocht an potzn Bahö". Auch ein "potzen Auto", " ... du host oba a potzn Haus ...", usw.
Russi-4 26.06.2007


Das kam mit Recht so schnell ins Buch.
Zumindest bei uns in Wien kommen wir ohne dieses Wort nicht aus. "a potzn Hetz", "a potzn Abfertigung". Umso schwerer ist es zu übersetzen. Vielleicht mit "ungeheuer" (ich meine das Adjektiv, nicht das Monster)? Das scheint mir zumindest auf alle bisher genannten Beispiele zu passen.
Brezi 26.06.2007


zu "potzn Bahö":
Ein Jammer, wie die Zeit vergeht. "Sie", die das zitierte Bahö im Lied inszeniert, habe ich persönlich gekannt und auch ihre allseits bekannten "reschen" Interventionen, wenn sie meinte "dass so was da net geht". Jetzt weilt sie in den Ewigen Jagdgründen und fehlt da, wo wir gerade sind ...
Brezi 26.06.2007


hat das nicht zu tun mit:
Dem Geld-Batzen ... muss noch nachschauen, was das eigentlich war ... und schreibt sich daher mit "B"?
Ein Heller und ein Batzen,
die waren beide mein, ja, mein.
Der Heller ward zu Wasser,
der Batzen ward zu Wein, ja Wein.
JoDo 27.06.2007


Batzen:
Schweizerische, süddeutsche und oberitalienische Silbermünzen zu 4 Kreuzern, die Ende des 15. Jahrhunderts eingeführt wurden, als die Groschen in der Schweiz und Süddeutschland knapp geworden waren. ... In neuerer Zeit gewinnt die pejorative (abwertende) Deutung im Sinne von "Dreckklumpen" an Bedeutung. Der Batzen wurde mit der Reichsmünzordnung im Jahr 1559 verboten.
http://www.heinlenews.de/muenzverschie.htm#batzenHeute taucht das Wort noch in einigen Redewendungen und Begriffen wie «ein schöner Batzen Geld» oder «Göttibatzen» (in der Schweiz: vom Taufpaten erhaltenes Geld) auf, bezeichnet jedoch einen nicht näher bestimmten Betrag. http://de.wikipedia.org/wiki/BatzenNachtrag: Wie ich gerade sehe gibt es eine ganze Schar von Gasthäusern mit dem Namen "Batzenhäusl" in Österreich.
JoDo 27.06.2007


Klar hätte es "batzen" heißen müssen.
Leider fiel mir das erst nach meinem Abmelden auf. So geht der Punkt an JoDo. Knapp zu spät ist auch nicht pünktlich (oder so ähnlich). Außerdem täte ich gut daran, so wie JoDo zu werden und mich vom Wort-Glauber zum Wort-Klauber zu mausern. In einem Forum wie diesem ist Hinterfragen wichtiger als alles andere. Aber zum Glück sind Stichwörter hier ja nicht wie im alten Ägypten eingemeißelt, sondern lassen sich beliebig oft übernudeln, -pinseln, -hiasln. Mit dem Ausdruck tiefster Beschämtheit, The Brezinator (welch herrliches unfreiwilliges Wortspiel hier drinnen liegt!).
Brezi 27.06.2007


patzen oder batzen
Laut Herkunft müsste es "batzen" sein, in den Wörterbüchern (allerdings in der Bedeutung klecksen) findet sich meist "patzen". Auch in "Sprechen Sie Wienderisch" finden sich die Einträge unter "p". Wie ordnen wir das nun ein? Woher kommt das "p" und warum blieb es kein "b"? Fragen über Fragen.
Russi-4 27.06.2007


gewagte Behauptung:
Im Wienerischen ist ja oft (immer) eine "Lenisierung", d.h. eine weiche Aussprache von P, T, oder K gang und gäbe. Im Umkehrschluß wird dann wahrscheinlich ein hartes P geschrieben, wo es vielleicht gar nicht hingehört. Wobei das in genau diesem Fall schon interessant ist. P/patzen und B/batzen hat dieselbe Herkunft. Wenn ich die Schreibung mit P lese, denke ich an Patzer, Klecks, kleckern, lese ich B, denke ich an so was wie ein Trumm oder einen Wascher/Waschel.
Russi hat übrigens aus dem "Danzer"-Text richtig zitiert, so - mit p - stehts unter http://www.georgdanzer.at/GDtextSI/joesch.htm
JoDo 27.06.2007


patzen:
patzen: beschmutzenpatzen: (jemandem eine patzen) jemandem eine Ohrfeige geben
Patzen der: Klecks
Patzen
der: KlumpenBatzen
der: großes Stück http://oewb.retti.info/oewb-public/show.cgi?lexnr=foA3zT8JErahpvHfdNEXbfaQN8hZQU9UYygyswhTufuE0iM0N731HQ==&pgm_stat=showLanger Rede kurzer Sinn:
Ich komme mehr und mehr zu Überzeugung, dass man "Dein" Wort groß und mit weichem B schreibt (adjektivisch gebrauchtes Hauptwort, so wie Lei(n)wand)
JoDo 27.06.2007


a patzn Diskussion,
aber mit der Bewertung warte ich noch. Die Kommentare sind gescheit, komisch, erhellend, treffen aber den Kern der Sache nicht. Die Übersetzung ist suboptimal. Da ich von Grammatik keine Ahnung habe, rede ich herum. Wenn ein sag'ma Preusse österreichisch reden wollte, könnte er, dieser Übersetzung folgend, sagen:"Dein Auftritt war patzn." Das Wort verhält sich zum Teil wie ein Eigenschaftswort (es erläutert ein Hauptwort näher), es wird aber nicht dekliniert (ein schlimmer Unfall - a patzn Unfoi / eine tolle Frau - a patzn Frau / ein feines Mädchen - a patzn Madl). Ähnlich wie super und riesen. Vermutungen zur Herkunft: patzn von "ein Batzen Geld/Gold" -ich wechsle hiermit ins "B"-Lager- , riesen zusammengezogen aus "riesig" (einem echten Adjektiv" und "Riesen-" als erstem Teil eines zusammengesetzten Hauptwortes (Riesengebirge); super als verselbständigte verstärkende Vorsilbe (superflott). Handelt es sich bei batzn/riesen/super um eine Art Sonderform? Das würde die Schwierigkeit der Übersetzung erklären. Versuche: a) beachtlicher, -e, -es, nur vor Substantiven b) adjektivisch verwendetes, jedoch nicht dekliniertes Verstärkungswort vor Substantiven
klaser 28.06.2007


"riesen" find ich gut
Sowohl klaser (im Kommentar) als auch brezl (in der Beurteilung) verwenden das Wort.adjektivisch verwendetes, jedoch nicht dekliniertes Verstärkungswort vor Substantiven - das ist es - daher auch wohl klein geschrieben (war vorher ein Irrtum von mir). Wobei riesen einfach nur die Größe beschreibt, hingegen batzen auch eine Bewertung und ein Erstaunen dazu abgibt.
JoDo 28.06.2007


Jetzt ist der Gordische Knoten auf die Spitze gestellt bzw. das Ei des Kolumbus aufgeknüpft. "riesen" ist schon deshalb optimal, weil es wie "batzen" nur attributiv gebraucht werden kann, was auf "ungeheuer" nicht zutrifft, wodurch mein Vorschlag einer entsprechenden Anmerkung bedurft hätte. Dass "Penzing" (sprich Breznsoiza) schon nahe daran ist, am Kanalgitter Schach zu spielen, beweist, dass er im Kommentar das Wort "riesen" verwendet, aber nicht bemerkt, die Lösung in der Hand zu haben. Übrigens: haben Kanalgitter eigentlich 8 x 8 Quadratlöcher? Dann könnte man das Schachspielen ja wirklich einmal dort versuchen (soferne man 32 davon weiß einfärbt).
Brezi 28.06.2007



Neuer Kommentar


Melde Dich an und erstelle einen neuen Kommentar.
Anmelden



Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Das Österreichische Volkswörterbuch ist eine Sammlung von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen. Derzeit sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig. Für Studenten in Österreich, gibt es eine Testsimulation für den Aufnahmetest Psychologie.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch unterschiedliche zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Webseiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.