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    Hä̲usl

    das, -s, -
    [ hääs´l, [ajzl] (slowen. kärnten) ]

    Toilette


    Wortart: Substantiv
    Gebrauch: Umgangssprache
    Erstellt von: System32
    Erstellt am: 21.06.2005
    Bekanntheit: 89%  
    Bewertungen: 56 0

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    Zölla
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    Kommentare (4)


    In aller Pracht - ein Häusl mit wellenförmigem Boden:
    Das außerordentliche Hundertwasser-Häusl in Neuseeland: Französische und japanische TV-Doku-Teams haben's schon gefilmt! Anschaun auf
    http://tinyurl.com/2qf3x
    "Fancy Loo", ausgerechnet ein "Häusl", ist und bleibt die einzige Visitenkarte des Verfechters der Humustoilette auf der südlichen Hemisphäre, ja wird zu seinem Vermächtnis.
    Wiener Zeitung - http://tinyurl.com/yeeg2em - ist leider weg. Doch da ist eine frz. Agenturmeldung:
    Hundertwasser-Toilette in Neuseeland sorgt für Stunk

    Auckland (AFP) - Eine von dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltete öffentliche Toilette in Neuseeland sorgt derzeit für Stunk: Denn die Scharen von Touristen, die das mit farbenprächtigen Mosaiken verzierte Klo in Kawakawa nördlich von Auckland aufsuchten, würden die Toilette nicht nur bestaunen, sondern auch benutzen, sagte die Vorsitzende der Gemeindeverwaltung, Norma Shepard, der Zeitung New Zealand Herald vom Donnerstag. Auf dem wellenförmigen Boden des Klohauses würden sich Wasser, Urin und Desinfektionsmittel auf unangenehme Weise vermengen, sagte Shepard. Sie schlug daher den Bau öffentlicher Toiletten vor oder die Erhebung einer Gebühr für die Benutzung des Hundertwasser-Pissoirs.

    Verwaltungsratsmitglied Quinn Turton sagte, die Toiletten sei zwar eine surreale Anlage, aber keine sanitäre: Hundertwasser war ein hervorragender Künstler, aber er wusste über den Bau von Toiletten ebenso viel wie Sie und ich. Der Vorsitzende der österreichischen Hundertwasser-Stiftung, Joram Harel, hielt in einem offenen Brief dagegen: Die Toilette in Kawakawa sei ein Platz, an dem sich Menschen erhaben, fröhlich und wie zu Hause fühlten. Sie wegen Gestanks zu schließen, wäre ein Betrug an Hundertwasser und seinem Vermächtnis an Kawakawa. http://www.tripple.net/contator/aufzack/frage.asp?fraid=11180
    Koschutnig 12.03.2010


    Ganz schön häufig
    hier anzutreffen, das Häusl:
    Häusl
    Häusl
    Häusl
    Häusel auch Häusl
    Häusl
    Häusl
    Heisl
    Häusl
    Häusl
    JoDo 13.03.2010


    Zum Noch-nicht-Eintrag "Scheißhäusl",
    der die Zweckbestimmung manch eines Kleinbaus präzisiert, gibt´s übrigens ganz große (Briefroman-)Literatur:"Pablo sitzt mit seinem Scheißhäusl neben mir und zeichnet. Sein Scheißhäusl ist noch dicht geschlossen....rechts: eine Scheißhäuslträgerin. Vor mir: Ein Scheißhäuslträgerpaar. Hinter mir: alles Scheißhäuslträger.Ein Wiener Pudel, der ein deutscher Schäferhund sein will, läuft mit seinem Scheißhäusl quer durch das Kaffeehaus zur Mehlspeisvitrine..." Aus:
    Stephan Eibel Erzberg, "Gräber raus aus den Friedhöfen," Edition Splitter, Wien 1996, S. 13


    Herzerfrischende Volkspoesie gibt´s natürlich auch:
    Da Pfårra z´ Sankt Gållen
    Is ins Scheißhäusl g´fålln.
    Wia-r-a aussa is´stieg´n,
    Håt a si `Dreckmandl´ g´schrieb´n.
    oderI håb di so liab,I håb di so gernUnd i kunt weg´n deinerA Scheißhäusl wer(d)n.
    Zu finden ist solche Volkskunst aus der Zeit der Neuromantik in
    Friedrich Salomo Krauss: "Anthropophyteia. Jahrbücher für folkloristische Erhebungen und Forschungen zur Entwicklunggeschichte der geschlechtlichen Moral", Leipzig 1906, Band 3,
    S. 196Noch ein paar Anwendungsbeispiele, welche die Nutzung des Wortes gut aufzeigen, wenn´s um künstlerischen Einsatz geht, gibt´s in Ilka Peter: "Gasslbrauch und Gasslspruch in Österreich", Salzburg 1953,zu lesen
    auf http://tinyurl.com/yl8j5ys
    Koschutnig 14.03.2010


    Aus Unterkärnten, wo das Häusl noch ein Häuschen ist:
    Youtube schauen: "AJZL statt WC" - mit "z" wie [z] - ein stimmhaftes S! * Die Kleine Zeitung, Bez. Völkermarkt, 14.12.2011, schreibt, ohne dass der Lokalreporter und die Redaktion zu begreifen scheinen, dass das kärntner-windische „Ajzl“ der Wiedergabeversuch des dt.-österr. Wortes „Häusl“ darstellt (Slowenen jenseits der Karawanken dürften mit diesem Ajzl auch nichts mehr anzufangen wissen):
    Ajzl brannte – doch nicht :: Ajzl le ni zgorel
    Rund 150 betroffene BürgerInnen aus Schilterndorf-Čirkovče, Wiederndorf-Vidra vas und Aich-Dob in der Gemeinde Bleiburg-Pliberk, Bezirk Völkermarkt, sowie Sympathisanten und die hohe Gemeindevertreter nahmen am 13. April an der Protest- und Informationsveranstaltung „Ajzl brennt :: gori“ teil. „Den Menschen brennt der Hut“, begründete Initiativen-Sprecher Jakob Logar die Aktion, denn in den nächsten Wochen würden die ersten überhöhten Kanalrechnungen fällig, die alle 150 Haushalte doppelt so hoch belasten als im Rest der Gemeinde.
    http://ajzl.loka.at/

    * Unter dem Titel Protestaktion "AJZL statt WC"
    gab’s auch einen Bericht in der Kärntner WOCHE aus Bleiburg, am 30.12.2011:
    Die von einer extremen Erhöhung der Kanalgebühren geplagte Bevölkerung der Ortschaften Schilterndorf-
    irkove, Wiederndorf-Vidra vas und Aich-Dob, Gemeinde Bleiburg-Pliberk, Bezirk Völkermarkt-Velikovec in Südkärnten wehrt sich mit einer Aufsehen erregenden Aktion. Ajzl (Plumpsklo) statt WC.
    http://tinyurl.com/c55jtsc

    * Youtube bringt gar einen „Häusl“-Bericht vom kärntner-"windischen" Ajzl mit jenem bei Journalistikern häufigen Dativ, der „dem Genitiv sein Tod“ (© Sickl/Zwiebelfisch) ist, im letzten Satz des ORF-Berichtes auf Youtube
    arget=_blank class="stronglink"> [http://www.youtube.com/watch?v=D_eSnbrkOhA]

    a>

    Koschutnig 18.06.2012



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    Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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    Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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