3.3 stars - 3 reviews5


    abbandeln


    [ obandln ]

    abstrudeln, sich Mühe geben


    Wortart: Verb
    Kategorie: Gemütszustände, Befindlichkeiten
    Erstellt von: zott
    Erstellt am: 09.12.2007
    Bekanntheit: 27%  
    Bewertungen: 2 0

    Dieser Eintrag sieht prinzipiell nicht schlecht aus aber es ist noch mehr Information nötig. Alles Kommentare und Bewertungen sehr erwünscht.

    Ähnliche Wörter

    abbeindln
    +3 
    abnudeln
    +67 

    Kommentare (8)


    i bandl mi do o, bring owa trotdem nix weida = ich bemühe mich bei einer Arbeit oder Tätigkeit, bringe aber nichts fertig
    zott 09.12.2007


    obandln
    anbandln obandln = anbraten = sich dem anderen Geschlecht nähern
    System1 20.04.2008


    Das ist genau der springende Punkt !
    An diesem Beispiel hier sieht man wieder einmal überdeutlich, wie wichtig es wäre,das offene ò und das geschlossene ó zu unterscheiden:Das, was der zott meint, ist das ò-bàndln mit offenem ò (=abbandeln)und das was der cupido meint, ist das ó-bàndln mit geschlossenem ó (=anbandeln).Glaubt ihr mir jetzt endlich, wie wichtig es ist, bei a e o zwischen dem offenen und geschlossenen Vokal zu unterscheiden?
    Remigius 20.04.2008


    Die "Bairische Umschrift" ist verwirrend!
    Also bei ´mir´ ist das offene o das o.
    Darüberhinaus gibt es aber ein offenes und ein geschlossenes å, für ´ab´ bzw. ´an´. Das ´ab´ erinnert mich in der Aussprache an das französische ´au´, das ´an´ an das französische ´en´. Das ist nicht leicht in eine Umschrift zu kleiden, die dann auch verständlich ist.Sonst könnt´ ma ja gleich Lautschrift nehmen.
    Jedenfalls ist die Bairische Umschrift weitaus besser dazu geeignet bayrische Ausspracheverhältnisse abzubilden als österreichische.
    JoDo 20.04.2008


    Aber lieber Remigius,
    das ist keine Glaubensfrage, sondern eine tastaturtechnische! Aber da Du so insistierst, werde ich mich einmal hinsetzten und mich spielen, ob ich die Stricherln zusammnbring.
    klaser 20.04.2008


    phonetische Betrachtungen

    Das a mit dem Ringerl oben drauf fehlt auf meiner Tastatur und auf den meisten anderen auch.Also verzichte ich darauf, denn es geht auch einfacher, nämlich mit den auf jeder Tastatur erzeugbaren Buchstaben à á ò ó.
    Dabei gibt es unter den Plaudergneißern Süddeutschlands und Österreichs und Italiens folgende Konvention:

    à ist das überhelle à wie in schriftdeutsch "Schokolàde".

    á ist das normale á, so wie ein Österreicher oder Süddeutscher das Wort "Wágen" artikuliert, wenn er laut aus der Zeitung liest.

    ò ist das offene ò wie im englischen Wort "sòng" (="Lied") oder im österreichisch-bayrischen Mundartwort "sòng" (="sagen") oder im schriftdeutschen Wort "Wòlle".

    ó ist das geschlossene ó wie in schriftdeutsch "Hóse".

    Für westmittelbairische Lautverhältnisse und für Leute mit Schweinsohren, so wie mich, genügen diese vier a- und o-Laute. Sie genügen auch für die Stadt Salzburg. Selbstverständlich zuzüglich diverser Zwielaute. In Salzburg würde man z.B. "anbandeln" als "ào-bànddln" artikulieren.

    Soweit das Grundgerüst, das, wie gesagt, Konvention ist.
    Selbstverständlich gibt es jetzt noch diverse Sonderlaute für bestimmte Mundarten,
    zum Beispiel das von JoDo zu Recht für die Wiener Mundart eingeforderte französische "en",mit dem sich die Lautverbindung "an" in "anbandeln" für mich gerade noch hörbar von der Lautverbindung "ab" in "abbandeln" unterscheidet.

    In diesen Fällen liegt es an den Repräsentanten der betreffenden Mundartregionen, für ihre Laute eine schriftliche Form zu finden. Es wäre jedoch sehr verwirrend, wenn dazu die schon von der Konvention besetzten Zeichen verwendet würden.
    ( è und é sind auch schon besetzt, habe ich hier nicht behandelt.)

    Nun zum konkreten Fall:

    Meine Aussage
    "das was der cupido meint, ist das ó-bàndln mit geschlossenem ó (=anbandeln)"
    bezieht sich, deutlich erkennbar, auf die west-mittelbairischen Lautverhältnisse.
    Das liegt daran, weil ich den cupido willkürlich oder instinktiv dorthin verortet habe.
    Genausogut könnte er aber z.B. auch ein Wiener sein.
    In diesem Fall wäre der Kern meiner Aussage tatsächlich deplaziert,
    weil nämlich der vorliegende Fall dann eben gerade KEIN lehrreiches Beispiel für die Wichtigkeit der Unterscheidung meiner ò und ó wäre.

    Cupido, wo bist du ?

    Remigius 20.04.2008


    Vergleiche:
    http://www.ostarrichi.org/forum/viewtopic.php?f=4&t=428&p=1867&hilit=Lautschrift#p1867
    JoDo 21.04.2008


    Damit ihr mich nicht falsch versteht:
    Keineswegs möchte ich hier auf Ostarrichi eine wissenschaftliche Lautschrift einführen.Es geht mir lediglich um die 6 Buchstaben à á è é ò ódie mit jeder Tastatur produzierbar sindund wodurch man mit einfachen Mittelnschon sehr sehr viele Verwechslungsmöglichkeiten und Unklarheitenin den österreichischen Dialekten vermeiden kann.Fast im gesamten Raum Ö ist es z.B. sehr nützlich,wenn man hósn (= Hose) und hòsn (= Hasen) unterscheiden kann.
    Remigius 22.04.2008



    Neuer Kommentar


    Melde Dich an und erstelle einen neuen Kommentar.
    Anmelden



    Facebook   Google+   Xing   Twitter

          
    Impressum | Nutzung | Datenschutz

    Das Österreichische Volkswörterbuch ist eine Sammlung von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen.
    Derzeit sind über 1300 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

    Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

    Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

    Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

    Wir benutzen Cookies um unsere Seite verbessern zu können. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Hier unsere Datenschutzbestimmungen. OK