4.7 stars - 48 reviews5


    Grantscherben

    der,
    [ Grantscherm ]

    ewig schlecht gelaunter Mensch


    Wortart: Substantiv
    Kategorie: Zwischenmenschliches
    Erstellt von: miha
    Erstellt am: 25.06.2008
    Bekanntheit: 68%  
    Bewertungen: 45 0

    Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

    Ähnliche Wörter


    Kommentare (10)


    Vergleiche:
    Grantscherm
    JoDo 25.06.2008


    gibt es bereits seit 2005
    zott 25.06.2008


    Die 1.!
    jawohl, die 1. Eintragung des Wortes, die der Anweisung "Soweit wie möglich eine 'offizielle' Schriftform" entspricht. 4 (in Worten v i e r ) frühere Eintragungen sind nur sind mehr oder weniger gute Aussprache-Schreibungen, davon eine sogar im BÜCHL (!) Grantscherbn, Grantscherm, Grantscheam, Grantschearm.Bitte aufräumen!
    Koschutnig 26.06.2008


    Mir gefällt es so auch am besten,
    auch die Übersetzung ist sehr gelungen. Ob man nicht die Kommentare und Beurteilungen von den übrigen vier Einträgen hier herüber holen sollte?
    Brezi 29.06.2008


    grantscherm
    Ist hier wirklich Grantscherben besser? Hat das etwas mit Scherben zu tun? oder kommt es eher vom Scherm - Topf wie in Nachtscherm.
    clavicula 26.11.2008


    Ja, es hat was mit Scherben zu tun!
    So wie der Nachtscheam, Nachtscherben, der niemals ein Nachtscherm ist! Denn: was ist ein Scherm?
    albertusmagnus 27.11.2008


    Aussprache von Scherben,
    althochdeutsch 's c i r b i' = "Scherbe ; irdener T o p f". Schon damals also dasselbe Wort für das Material und das Gefäß, ein Pars pro Toto ("Teil fürs Ganze") wie z.B. "das Leder" = Fußball.
    Der 'Grantscherben' entspricht dem 'Sauertopf' = mürrischer Mensch.
    Der Sauertopf/Grantscherben (s. Granten= die s a u r e n Preiselbeeren) nahm die Weinreste zur Essigbereitung auf. Auch "Essig-Krug" und plattdeutsch "Surpot" sind als Bezeichnungen für jemanden, der mürrisch ("sauer") ist, belegt.
    Zu "Scherben" siehe auch
    "den Scherben auf haben" = "den (vollen) Nachttopf übergestülpt bekommen" - unangenehmer noch als "wie ein begossener Pudel dastehn"!
    Koschutnig 29.11.2008


    @Koschutnig:
    Exzellent!
    JoDo 29.11.2008


    wir sagen "Grantnscherben" dazu ....
    dingle 21.03.2016


    Der "Grantscherben" (m), aber ausgesprochen [ˈɡʀantˈʃɛʁbn̩], ist österreichische Umgangssprache und meint gmd. einen "Muffel" (m).

    Auch ugs. in at: der Grantler
    Ugs. in ch und de: der Sauertopf
    Ugs. in de: der Miesepeter

    (Duden, VWB)
    .
    Standard 01.07.2016



    Neuer Kommentar


    Melde Dich an und erstelle einen neuen Kommentar.
    Anmelden



    Facebook   Google+   Xing   Twitter

          
    Impressum | Nutzung | Datenschutz

    Das Österreichische Volkswörterbuch ist eine Sammlung von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen.
    Derzeit sind über 1300 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

    Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

    Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

    Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

    Wir benutzen Cookies um unsere Seite verbessern zu können. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Hier unsere Datenschutzbestimmungen. OK