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Tocker

der, (-s), -n
[ toka, togga, doka, dogga, ]

Trottel


Wortart: Substantiv
Kategorie: Zwischenmenschliches
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 12.01.2009
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 2 3

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Toker
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Kommentare (5)


Da gibt's "Doggl, Togga, Toka, Toker" - und neuerdings auch noch einen "Docker", ja, wirklich! Dabei zeugt eine Schreibung mit D-, einem stimmhaften Anlaut bei einem vorwiegend Kärntner Wort, von völliger Ahnungslosigkeit des Kärntnerischen!

Doch "Tocker" ist die, so scheint's, übliche Schreibung, "offiziell" sozusagen, siehe Beispiele!

Verwendung z.B. "neutral" als "Dorftocker" - Villacher sprechen es nicht so (ck-)hart wie die Hauptstädter:

zuzzfleckln in schnåps einegwaakt, wås mannst, wia de
poppalan gschlåfn håbm, und wås fier an haufn dorftoggern späta nachan in da gegnd ummagstiegn seind
source: Villacher.net
.
In der Verkleinerungsform "Tockerle" ist es zwar mitleidig-liebevoll.
ansonsten jedoch ist "Tocker" ein deutliches Schimpfwort,
"Kärntner Standard" sozusagen:
Zitat Uwe Scheuch: "Nicht der, der verlangt, ist ein Tocker, sondern der der zahlt ist ein Tocker!"
source: Der STANDARD, 28. 11. 09

Koschutnig 12.01.2009


Super Wort, nur:
Togga und Toka gibts schon! Wo bleibt die Doublettenprüfung wenn man sie braucht!
eska 13.01.2009


Gibts schon als Togga UND Toker,
sorry. LG, Weibi
Weibi 13.01.2009


Zu einer selbst für das BZÖ unerträglichen Entgleisung ließ sich im Rahmen der heutigen Sitzung des Kärntner Landtages der orange Landesparteiobmann, LHStv. Uwe Scheuch hinreißen.
Im Rahmen der aktuellen Stunde zog Scheuch auf tiefstem Niveau vom Leder und beschimpfte die Kärntner und bayrischen Steuerzahler sowie die Vertreter der Bayern Landesbank pauschal als "Tockern", weil die Bayern zuviel für die Hypo gezahlt hätten und die Steuerzahler jetzt für das von Haider und Kulterer ausgehende und zu verantwortende Minus in der Hypo zur Kasse gebeten werden.
source: OTS 0187 2009-11-26/12

Koschutnig 30.11.2009


(Beispiel:) für gewisse Negativ-Bewerter: "Tockern sind die..."
" die die Bank kaufen"
Drehscheibe Klockerhube: Wie vom Kärntner Ulrichsberg aus die Hypo Alpe Adria an die BayernLB ging.

Für FPK-Obmann Uwe Scheuch war es völlig klar: "Die Tockern sind die, die die Bank kaufen, nicht die, die sie verkaufen." Drastischer haben es die Bayern nie ausgerichtet bekommen, wie sie beim Kauf der Kärntner Hypo Alpe Adria eingefahren sind.
source: Kleine Zeitung, 26.02.2011

Koschutnig 05.09.2014



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Das Österreichische Volkswörterbuch ist eine Sammlung von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen.
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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.