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    Piefke

    der, -s, -
    [ Biffgä ]

    Norddeutscher


    Wortart: Substantiv
    Erstellt von: System32
    Erstellt am: 02.09.2003
    Bekanntheit: 79%  
    Bewertungen: 64 10

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    Kommentare (18)


    Als "Piefke" wird in Österreich ein Staatsangehöriger Deutschlands genannt - allerding hat dieses Wort nicht immer eine abfällige Bedeutung, sondern ist gleichermassen ein Kose-, wie auch ein Schimpfwort, das fest und unauslöschlich im österreichischen Sprachschatz verankert ist! Der Ursprung des Wortes piefke ist wie folgt entstanden:


    Gottfried Piefke *1817 †1884

    1866 am 31. Juli findet am Ende des preußisch-österreichischen Krieges auf dem Marchfeld bei Gänserndorf etwas 20 km vor den Toren Wiens eine große Parade mit dem III., IV. und Teilen des II. Armeekorps vor König Wilhelm I. statt. Neben Gottfried Piefke dirigiert sein Bruder Rudolf (1835-1900) ein Musikkorps. Kenner unter den vor die Stadt geeilten Wienern rufen "Die Piefkes kommen!" Der Ruf pflanzt sich fort und wird zum Synonym für die 50.000 paradierenden Preußen. Bis heute nennt man in Österreich alle Deutschen nördlich des Mains "Piefkes" - wessen man sich nicht zu schämen braucht.
    System1 25.07.2005


    Das Wort Piefke wird IMMER abwertend gebraucht.
    Nasowas 29.01.2006


    Hier irrt Joachim Schneider!
    Glaubt bitte nicht alles, was im Internet (z. B. in der Suchmaschine "Google") geschrieben steht.
    Joachim Schneider, der in Frankfurt an der Oder wohnt, hat eine im großen und ganzen vortreffliche
    Biographie über "Gottfried von Frankfurt a. O." verfaßt. Aber seine Vermutung, Wiener Zaungäste bei der preußischen Siegesparade am 31. Juli 1866 hätten die beiden dirigierenden Brüder Gottfried und Rudolf Piefke erkannt und augerufen: "Die Piefkes kommen!", kann sich auf keine Quellenbelege stützen. Das hat er mir gegenüber in einem Telephongespräch zugegeben. Seine Theorie beruht auf der historischen Tatsache, daß die beiden preußischen Militärmusikdirektoren und Marschkomponisten namens Piefke der österreichischen Hauptstadt nie so nahe kamen wie bei der erwähnten Parade. (In Wien selbst waren Gottfried und Rudolf Piefke niemals in ihrem ganzen Leben. Die unterschiedlichen Erzählungen über das angebliche zackige und/oder überhebliche Auftreten eines Preußen namens Piefke in Wien sind überhaupt reine Erfindungen.)– Ich selber habe Wiener Zeitungen vom August 1866 durchgesehen. Darin finden sich zwar Berichte
    über die preußische Siegesparade auf dem Marchfeld; aber darin werden die Brüder Piefke mit keinem Wort erwähnt. – Über die wahren Ursachen für die Entstehung des österreichischen Spottnamens "Piefke" werde ich vielleicht ein anderes Mal hier berichten.
    Gerfrei 02.11.2007


    piefke
    warum soll piefke bitte nur norddeutscher heißen??
    Tomson 05.10.2009


    Deswegen, weil
    die "Kleindeutsche Lösung" der Deutschen Frage ein in der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 diskutiertes und schließlich verabschiedetes Modell für die Vereinigung der Mitgliedstaaten des Deutschen Bundes unter Führung des Königs von Preußen und unter Ausschluss des Kaiserreiches Österreich darstellte.
    Bitte schön: "Piefke" ist ein Synonym für "Preuße".Sie stand im Gegensatz zur Großdeutschen Lösung, welche den überwiegenden Teil des deutschen Sprachraums vorsah und die deutschsprachige Bevölkerung des Habsburgerreichs einschloss.
    JoDo 05.10.2009


    noch was dazu
    >>Piefke ist die Bezeichnung für die im Norden lebenden Bewohner eines Landes das nördlich des Landes der Schluchtensauser und ebenfalls nördlich des Landes aus dem Käse und Uhren kommen liegt. Dieses Land grenzt außerdem ans Land der Baguettefresser, und an einige andere Länder welche wieder an andere Länder grenzen wie zum Beispiel an ein Land namens Ungarn. Des Weiteren nennen viele intelligente Menschen dieses Land Deutschland. Das Wort Piefke wird hauptsächlich von Österreichern benutzt.
    Entstehung des Wortes: Als 1912 eine Musikkapelle aus dem Land der Piefkes in eine Stadt im Land der Schluchtenscheißer kam, fragte ein Stadtbewohner seinen Nachbarn: „Heast wer isn des hiatzad oft?“ Übersetzung: „Könntest du mir bitte freundlicherweise sagen wer das denn ist?“ Als Antwort bekam er: „Piefke.“ Diese Antwort bezog sich jedoch lediglich auf den Dirigenten der Kapelle, und nicht auf das Volk dem sie angehörte.
    Immer wiederkehrende falsche Verwendung des Wortes: Piefke wird oft fälschlich als Herabwürdigung/Beschimpfung von Deutschen verwendet, obwohl dafür das Wort >Saupreiß< wesentlich besser geeignet wäre. http://www.stupidedia.org/stupi/Piefke< Selbst in D spricht man gelegentlich von Piefkes wenn Berliner oder Preußen gemeint sind. Vielleicht wurde das vom Österreichischen übernommen?
    Compy 05.10.2009


    "Schluchtensauser" ?
    Wiktionary:
    „Schluchtenscheißer“ heißen die Österreicher auf Kanal vier, wenn sich die
    Lastwagenfahrer über CB-Funk verständigen.


    Obiges zur Verdeutlichung eines Begriffs in compys Entstehungsgeschichte des Wortes "Piefke" (noch was dazu [ von Compy am 2009-10-05 23:20:45 ])
    :
    Als 1912 eine Musikkapelle aus dem Land der Piefkes
    in eine Stadt im Land der Schluchtenscheißer kam, fragte ein Stadtbewohner seinen Nachbarn: ....
    (s.o.)
    (Dr. Peter Wehle kennt übrigens eine ganz andere Erklärung, s. WP).
    Von MathiasZ, 06.08.2009, 13:08 http://www.gipfeltreffen.at/archive/index.php/t-38553.html:
    Ich hab dazu mal eine Erklärung gehört, wie es zur Bezeichnung "Schluchtenscheisser" für Tiroler gekommen sein soll... :

    Es hat sich so zugetragen: Vor zweihundert Jahren gabs in Tirol die Befreiungskriege gegen die Baiern und Franzosen. In diesem Kontext haben die Tiroler in engen Schluchten, wo unten die Baiern und / oder Franzosen durchmussten, von oben Felsen oder auch Bäume runtergeschmissen, oder gar ganze Muren ausgelöst. Manchmal ist ihnen das Wurfmaterial ausgegangen (oder was auch immer) und sie haben Mist und mehr runterregnen lassen. Ob die Tiroler wirklich oben blank zogen und direkt auf Franzosen und Baiern gsoacht und gschissen haben, überlasse ich der Fantasie der Chronisten


    Zu weiterem Amüsement:
    * »Österreicher und Deutsche« http://www.spapo.de/s183.html
    * Und Robert Treichler und Markus Huber, der Wiener Korrespondent von "Tagesspiegel" und "Stuttgarter Zeitung", wissen:
    "Keiner ist so toll wie wir".
    Die schönsten Vorurteile Österreichs auf einen Blick

    haben sie in einem Ueberreuter-Büchel gesammelt, das Merian 58 (Seite 170) ein "satirisches Europa-Länderlexikon" nennt. Lesen!
    Und nachdenklich in sich gehen!

    Das Buch:
    Markus Huber, Robert Treichler: "Keiner ist so toll wie wir." Blöde Briten, dämliche Deutsche, frustrierte Franzosen und 36 weitere hoffnungslose Fälle. Die schönsten Vorurteile Österreichs auf einen Blick «" Verlag Ueberreuter, Wien 2001, 159 Seiten,
    ISBN 3800038005
    Koschutnig 09.07.2010


    Von den Schl...sch....... war und ist keine Rede......
    REAKTION zu [ von Koschutnig am 2010-07-09 10:18:23 ]


    Die Sprache der LKW-Fahrer bilden wie auch die Schlagzeilen der
    Bildzeitung nicht des Volkes Stimme wieder. (meine Meinung)



    Zu der „Empfehlung:“ [ von Koschutnig am 2010-07-09 10:18:23 ]

    Und Markus Huber und Robert Treichler wissen:
    "Keiner ist so toll wie wir".
    Die schönsten Vorurteile Österreichs auf einen Blick
    haben sie in einem Büchel gesammelt. Lesen!

    ----------------------------

    Eine Rezension eines Lesers Quelle amazon:



    Keiner ist so toll wie wir: Blöde Briten, dämliche Deutsche, frustrierte
    Franzosen und 36 weitere hoffnungslose Fälle.
    Die schönsten Vorurteile Österreichs auf einen Blick (Taschenbuch)
    WIE bitte, lesen all die Leute, die dieses Buch hochjubeln?
    Noch heute (24.02.04) ist auf der Webseite der Autoren zu diesem Buch - http://www.tollwiewir.at/tollwiewir - als Werbetext zu lesen (und zeigt,
    wes Geistes Kind die Autoren sind):

    "Spanier sind generell zu klein und zu dunkel. BELGIER WAREN LANGE
    ZEIT NICHTS ANDERES ALS LANGWEILIGE FRANZOSEN OHNE
    SEXUALTRIEB, BIS PLÖTZLICH EIN HERR NAMENS MARC DUTROUX
    IN DEN WELTNACHRICHTEN AUFTAUCHTE. (...)"


    Ausgerechnet mit Marc Dutroux den Ruf der Belgier als "langweilige
    Franzosen ohne Sexualtrieb" aufpäppeln zu wollen, ist derart ungeheuerlich,
    dass die Rezensenten und Leser hätten aufschreien müssen:

    Marc Dutroux, heute 47, ist angeklagt, mit Hilfe von Komplizen
    sechs Mädchen entführt und über lange Zeiträume als Geiseln gehalten
    seine Opfer in dieser Zeit wiederholt sexuell missbraucht,
    vier von ihnen ermordet einen Komplizen gefesselt, gefoltert und lebendig
    begraben sowie drei junge Slowakinnen betäubt und vergewaltigt zu haben.

    "Humor" ist in diesem Fall wahrlich nicht, wenn man darüber lacht.
    Und das ganz abgesehen davon, dass Sex mit Gewalt gleichzusetzen,
    grundsätzlich ein ungeheures Armutszeugnis ist.

    Und: Das Buch kriegt keinen Stern - dass es einen hat, liegt allein daran,
    dass diese Rubrik nicht anders auszufüllen ist.
    Meine Empfehlung könnte daher lauten.................?

    Mich interessiert nach wie vor: siehe [ von pestfeee am 2010-07-09 06:59:06 ]
    a) Klassifizierung von Menschengruppen
    “scheiden dann die Bajuwaren aus, auch die Franken gehen gerade noch durch“
    b)Deutliche Worte der Ablehnung des Nachbarn
    „Wobei es völlig egal ist, wie sich laut Yana "die dort draußen"“ fühlen
    c) Die Titulierung aller Nachbarn als negativ
    “auch für mich sind alle Deutschen Piefke.“
    d) unsachliche Einbeziehung der Länderkennung als menschliches Spezifikum bzw.
    der Charaktergestaltung
    wie Andere und Urheber dazu stehen
    .
    pestfeee 09.07.2010


    Merian: "das satirische Europa-Länderlexikon
    »Keiner ist so toll wie wir«" (Heft 58/ 2005, S. 170)
    Leser(innen)-Rezensionen (Amazon):
    * Witzig, hundsgemein und typisch österreichisch!!! Ein traumhaftes Buch. Einfach genial.
    * Gute Satire, intelligent geschrieben, originell und amüsant.
    * schlichtweg genial
    * selten so in mich hineingegrinst, gewiehert

    Buchkritik.at:
    Wer Harald Schmidts Polenwitze für rassistisch hält, soll die Finger von diesem Buch lassen. Es ist deutlich deftiger. http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=1595

    Blog "leben. und denken. und so."(23. April 2007)
    Du irrst! Wir Deutschen kommen gar nicht mies weg. Wir sind nämlich so. Wirklich. Sogar noch schlimmer, schließlich ist unsere Eigenschaft, auch außerhalb von Kriegssituationen mit Wucht, Badehandtüchern und in Tennissocken fremde Länder zu erobern, nicht erwähnt.

    Habe sehr gelacht. :-)
    http://nunu.twoday.net/stories/3643818/

    Perlentaucher.de (übersieht den Buchtitel): Natürlich ironisch. Aber so ironisch, dass sie auch die eigene Heimat Österreich in den Katalog mit aufgenommen hätten, dann offensichtlich auch wieder nicht. http://www.perlentaucher.de/buch/7361.html

    Uns schließlich die Frankfurter Allgemeine, FAZ.Net:
    Wenn Autoren ihre Neuerscheinung als unverzichtbares Standardwerk der Reiseliteratur ankündigen, muß man das nicht ernst nehmen. Im diesem Fall freilich handelt es sich keineswegs um Eitelkeit, wie man schnell feststellen kann, sondern um Ironie.
    Mit geradezu preußischer Gründlichkeit haben die beiden österreichischen Journalisten Markus Huber und Robert Treichler Europas Nationen mit all ihren Klischees und schlechten Eigenschaften katalogisiert. Entstanden ist eine Enzyklopädie der Boshaftigkeiten. [...]
    nichts und niemand wird von subtilen Spitzen oder grobem Spott verschont. Den zahlreichen Zeitgenossen, die sich auf Reisen der Bestätigung von Vorurteilen widmen, kann dieses Buch als ergiebige Bildungslektüre empfohlen werden - es sei denn, sie fahren in die Heimat der Autoren, diese kleine idyllische Alpenrepublik, die in dem Exkurs ausgespart wurde. (geo)

    http://tinyurl.com/2wb2e7u
    .
    Koschutnig 09.07.2010


    Satire, Pestfeee, Satire!
    "Gattung, die durch Spott, Ironie, Übertreibung bestimmte Personen, Anschauungen, Ereignisse oder Zustände kritisieren oder verächtlich machen will" (Brockhaus)
    Koschutnig 09.07.2010


    Grüß Dich, Koschutnig... (weibi)



    REAKTION zu:

    Satire, Pestfeee, Satire! [ von Koschutnig am 2010-07-09 15:42:24 ]
    Dieser Hinweis auf Satire scheint sich in erster Linie auf die
    Rezension eines mir Unbekannten zu beziehen. Es ist die
    originale Wiedergabe einer Rezension von der Amazonseite.

    Wenn Derjenige (deiner Meinung nach) keinen Sinn für Satire hatempfehle ich Dir eine Gegenrezension zu schreiben, die das Buch toleriert bzw. Du solchen Humor schätzt
    und Du dann an der richtigen Stelle wärest.
    Auch ich kenne die Begriffe wie Satire, jedoch kann und will
    ich hier vermerken, dass die Schwelle des guten Geschmackes
    eine wie auch die Verschiedenhaftigkeit der Menschen sich sehr
    unterscheiden kann.

    In dem von Dir empfohlenen Buch ( die „wundersame“ Veränderung
    deines Kommentares beanstande ich nicht, dies wird der „Bildleser“
    vielleicht tun wie bei mir ) gehe ich konform mit der Rezension des
    Lesers auf der Amazonseite. Eine Verbindung des belgischen Volkes
    oder die Verallgemeinerung mit einem Kinderschänder sind für
    mich nicht tragbar.
    Hier scheinen sich unser beider „Gürtellinien“ in verschiedenen Höhen
    zu befinden. Ebenso unterscheide ich mich in Äußerungen gegenüber
    dem Nachbarn aus D wie schon bekanntermassen deutlich erwähnt und
    bewusst von Angesprochenen ausgewichen und nicht beantwortet.

    Eine Grenze zu ziehen wie Ich für mich und meinen Teil empfinde,
    lasse ich mir nicht nehmen und werde solch Ausuferungen stets
    versuchen anzuprangern!

    Wäre eine Verallgemeinerung von Österreich mit „Herrn Fritz“ aus
    Amstetten oder der Fall „Kampusch“ immer noch Satire oder greifen
    hier andere Ansichten?

    Noch „mild“ in den Zeitungen der Welt zu finden, aber im Sinne von
    „Satire“ ausbaufähig:


    Aus der spanischen Tageszeitung „El Pais“. Darin heißt es: „Perversion oder Krankheit.... Schon wieder in Österreich. So wie die Entführung von Natascha Kampusch. (...)
    Und wieder kam das aus Österreich, der Heimat von Freud, dem Geistesriesen,
    der uns die im Unbewussten schlummernde Sexualität erweckte.“



    New York Times“ vergleicht den Fall mit der Entführung von Natascha Kampusch:
    „Bis jetzt galt vielen Österreichern die Entführung von Natascha Kampusch als der
    Inbegriff der Verdorbenheit seit der Nachkriegszeit in ihrem Land


    Solche Schlagzeilen widerstreben mir total und eine „Weiterverabeitung“ zu Scherzen
    ebenso!
    In einem Kabarett Simpl, als gesprochenes Wort, akzeptiert.
    Man kennt den Vortragenden und wie er präsentiert.
    Auch seine Einstellung zu den Themen scheint man zu kennen.
    Geschriebenes wird von den unterschiedlichesten Menschen gelesen,
    von unterschiedlichster Weise gedeutet.....



    Humor ist NICHT, wenn man trotzdem lacht. Zeiten, in denen sich Witze über
    über andere Nationen breitmachten und verunglimpften, kehren wie es scheint
    immer wieder. Hautfarben und Religion wurden zur Genüge schon dafür benützt.

    Ich gönne Dir deinen Freiraum deiner Art der Satire, gönne mir den Freiraum
    eigene Grenzen dessen zu sehen und sich für Andere einzusetzen.


    @Weibi...

    Sollte deiner Meinung nach bewusste Zecke auch mich gebissen haben,
    nur weil ich mich gegen Angriffe wehre und m. E. sachlich blieb
    dann bitte ich um PN mit entsprechender Begründung.
    Ich gehe allerdings davon aus, dass auch Du solche abwertenden Äußerungen
    über die anderen Nationen ( D + B ) nicht schätzen wirst.

    pestfeee 12.07.2010


    Biffgä?
    In Tirol eher Biefge
    agibaer 25.07.2010


    ... In Tirol eher Biefge ...
    Das ist ja der Clou:
    ´Biefge´ wäre nachgerade schriftdeutsch.
    Mag sein, dass in Tirol das so gehandhabt wird, aber die respektlosen Ostösterreicher drehen die BetonIERung um, daher:
    Bifffgä
    JoDo 26.07.2010


    Dann
    muss ich meine Bewertung ändernd. Diese Aussprache ist mir gänzlich unbekannt.
    agibaer 27.07.2010


    Gerade finde ich im Bauch meiner Downloadsammlung folgendes:
    ´ORF Radio Ö1, Diagonal 2009.01.24´
    eine Sendung zum Thema PIEFKE!
    Köstlich, hörenswert, ERSTE SAHNE
    Keine Ahnung, ob man das noch irgendwo åwalådn kãã.
    JoDo 18.09.2010



    JoDo 02.10.2010


    Monographie über das Schimpfwort "Piefke"
    Über den Ausdruck "Piefke", einen Familiennamen, der als herabsetzender Gattungsname verwendet wird, und zwar in Deutschland für kleine Buben, Dummköpfe, Kleinbürger, Angeber, Rekruten usw., aber in Österreich für Preußen, Norddeutsche und
    "Deutschländer" (für Reichsdeutsche bzw. Bundesdeutsche), informiert ausgiebig das folgende Buch: Hubertus Godeysen: Piefke. Kulturgeschichte einer Beschimpfung. Eine Dokumentaion. – Wien-Klosterneuburg: Edition Va Bene 2010. (ISBN 978-385167-238-1) Im Buchhandel kann dieses aufschlußreiche Werk um 24,90 € gekauft werden. Es ist aber auch in öffentlichen Bibliotheken vorhanden.
    Gerfrei 19.01.2013


    "Piefke" bedeutete zunächst "die Preußen", dann übertragen auf alle Reichs- bzw. Bundesdeutschen. Das Wort Piefke ist in Österreich üblich seit der Schlacht bei Königgrätz 1866, als bei der preußischen Siegesparade der neu komponierte „Königgrätzer Marsch" von Gottfried Piefke aufgeführt wurde. Der Ausruf „Die Piefkes kommen!" war aber schon früher in Frankfurt an der Oder und in Berlin zu hören, wenn ein Konzert angekündigt war, auf dem die beiden preußischen Militärmusiker, die Brüder Gottfried und Rudolf Piefke die Kapelle dirigierten. – Der Name kommt von einem polnischen Familiennamen, etwa Piwka, in einem Krakauer Dokument von 1390 als Pifka und in einem Lemberger Dokument von 1445 als Piwke bezeugt, woraus zu schließen ist, dass Piwka als Piefke von deutschen Ostsiedlern eingedeutscht wurde. „Piefke“ war auch eine Berliner Witzfigur. Das Wort kommt von piwo ʻBierʼ. Nach MALLY, A.K., Näheres auf meiner Homepage "Ethnophaulismen".
    heinzpohl 15.07.2017



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