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    Samperin

    die, der,

    Frau Holle, Erdmutter


    Wortart: Substantiv
    Tags: niederösterreichisch
    Kategorie: Veraltet, Historisch
    Erstellt von: wortklauber
    Erstellt am: 06.01.2015
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 1 0

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    Kommentare (1)


    Frau Holle hat Kinder?
    „Wir kehren vor dem Dreikönigstag jedesmal die Tenne recht sauber und schauen vor allem, dass keine Sense verkehrt liegen bleibt. Einmal hat einer absichtlich eine Sense verkehrt hingelegt, da war am andern Morgen der ganze Tenn blutig. In der Nacht kommt nämlich die Samperin mit ihren Kindern, den Zodawascherln, auf den Tenn tanzen."
    source: Helmut Fielhauer, ‎Ingrid Kretschmer, Volkskundliche Beiträge, Univ. Wien (1966)
    Und da war ja auch noch ein neugieriger Bub, der
    "schaute durch ein kleines Loch im Tor hinein. Da sah er, wie die Samperin mit ihren Kindern tanzte. Und weil er sie auslachte, ging sie zum Loch, durch das der Knabe sah, und blies hinein. Von diesem Augenblicke an war der Knabe blind. Im nächsten Jahr ging er wieder zur gleichen Zeit hin und schaute hinein. Da kam sie wieder herzu und blies ihn an. Von diesem Augenblicke sah der Knabe wieder."
    source: ibid.
    ist die Tenne nicht schön gekehrt, wenn die Samperin tanzt, bricht sich im gleichen Jahr jemand von den Hausleuten den Fuß
    source: Österr. Volkskundeatlas S. 93

    Die Dreikönigsnacht, in der sich solches in der NÖ Gemeinde Puchenstuben ereignet, ist laut Bernhard Gamshäger ("Puchenstuben", 2004 http://tinyurl.com/nounudn) die "Sampernacht".
    Zur Samperin existieren auf eng begrenztem niederösterr. Gebiet etliche Varianten: Sampa, Zampa, Zamperin, Sampamoahm, Zampamuatta (Österr. Volkskundeatlas, Kommentar Bd. 6, 1980, S. 12, http://tinyurl.com/n59nysd)Ein entspr. Nachtrag zum Eintragswort ist empfehlenswert.

    Über die Beziehung von S/Zamperin, Perchten und dem Krampus (u.v. a.( eine originelle englische Arbeit "Mythologies" mit zahlreichen Bildern :http://tinyurl.com/orkcgu5
    Koschutnig 06.01.2015



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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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