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Kaser

die, -, -n

Sennhütte


Wortart: Substantiv
Tags: Westösterreich,Südtirol
Kategorie: Natur
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 12.07.2015
Bekanntheit: 20%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (2)


In der Imist-Kaser, die im Tal Pfelders liegt, geht eine Sennin als Gespenst um. Leute, die dort über Nacht blieben, sahen oft die Sennin. Sie machte Feuer und kochte dabei, oder sie spülte die Butten und Schaffe. Einmal hatten Wildschützen, die in aller Früh auf die Jagd gehen wollten, ihre Nachtherberge in der Imist-Kaser genommen. Gegen Mitternacht wurden sie plötzlich in ihrem Schlafe gestört, denn die Sennin ging geschäftig hin und her, machte Feuer und kochte ein Rahmmus. Als die fette Kost bereitet war, winkte sie den Jägern, zum Herde zu kommen und zu essen. Doch diese erschraken, und keiner wollte der Einladung nachkommen. Als die Sennin dies sah, seufzte sie laut auf und verschwand. (Passeier.)
Quelle: Zingerle, Ignaz Vinzenz, Sagen aus Tirol, 2. Auflage, Innsbruck 1891, Nr. 400, S. 233
source: Sagen.at
Wir haben den Aufenthalt in deiner wunderschönen Hütte wieder mal sehr genossen - auf der Goller Kaser finde ich immer wieder Erholung und die Freude an der wunderschönen Natur
source: Willkommen auf der Goller Kaser
Vom großen kupfernen Sudkessel wird das nach der Käseherstellung zurückgebliebene „Kawasser" herausgeschöpft und in eine Holzrinne geschüttet. Diese Rinne führt durch die Mauer der Kaser ins Freie hinaus
source: Der Schlern 1-7 (2000)
Die Alte Kaser in St. Anna, Pfistrad.
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source: Kultur.bz

Koschutnig 12.07.2015


source: Georg Jäger, Fernerluft und Kaaswasser. Hartes Leben auf den Tiroler Almen
(2014)
Die Vorstellungswelt der Gebirgsbewohner bevölkerte früher eine ganze Reihe von üblen Wesen.
Da gab es zum Beispiel das
Kasermandl, ein Kobold, der im Winter (in der Zeit, in der die Almen nicht bewirtschaftet waren) sein Unwesen in den Kasern (Almhütten) trieb.
source: JDAV

Koschutnig 28.07.2017



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Das Österreichische Volkswörterbuch ist eine Sammlung von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen.
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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.