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vidimieren



eine Abschrift beglaubigen


Wortart: Verb
Tags: Rechtssprache
Kategorie: Amts- und Juristensprache
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 09.02.2016
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (1)


Eine Vidimierung ist eine von der Konsularabteilung angefertigte und bestätigte Kopie eines im Original vorgelegten Dokuments. Eine Vidimierung kann ausschließlich dann erstellt werden, sofern das betreffende Dokument von einer österreichischen Behörde ausgestellt wurde. Fremde Dokumente/Urkunden können demnach nicht vidimiert werden.
source: Österr. Botschaft Islamabad

Demzufolge wird das Vidimieren in Österreich zum Unterschied vom immer noch gültigen Gebrauch in Südtirol und des früheren Gebrauchs im übrigen dt. Sprachraum (Echtheitsfeststellung bzw. Kenntnisnahme) sehr eng gefasst.
z.B.
* Provinz Bozen, Arbeitsserviece: Nach der Einreise muss der/die Arbeitnehmer/in den Aufenthaltsvertrag beim Arbeitsservice vidimieren lassen und die Aufenthaltsgenehmigung bei der Quästur beantragen. (die_hausangestellten.pdf)
* Die Handelskammer Bozen vidimiert die Geschäftsbücher der Unternehmen mit Haupt- oder Zweitsitz in der Provinz Bozen. [...] Weiters werden Register und Bücher vidimiert, die von Sondergesetzen vorgesehen sind (z. B. Abfallregister, Begleitscheine für den Abfalltransport). (camcom.bz.it)
* Raiffeisen.it: Revisoren machen mindestens eine Sitzung im Jahr. ... Bei den Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, welches im Idealfall in ein Buch eingetragen wird. Dieses könnte man auch vidimieren lassen (Handelskammer).
oder
Wesener: … schick herauf zu unserm Notarius droben, ob er zu Hause ist, ich will den Wechsel, den ich für ihn unterschrieben habe, vidimieren lassen
source: RM Lenz, Die Soldaten
http://tinyurl.com/joym478Der eine Reisepass war zwar vom Landgerichte Gefrees in optima forma ausgefertigt, aber vom Kreiskommissariate Bayreuth nicht vidimirt worden [..." target=_blank>

Sie sind nicht mehr, die Wulfen, die Seenusse ... Nun ist Klagenfurt für uns eine Einöde und wir haben es noch am nemlichen Tage verlassen, nachdem 2 Stücke berichtigt waren. Zuförderst mussten hier die Pässe vidimiert werden.
source: Hoppe und , Tagebuch einer Reise nach den Küsten des adriatischen Meers und den Gebürgen von Krain, Kärnthen, Tyrol..., 1818

Koschutnig 09.02.2016



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Das Österreichische Volkswörterbuch ist ein Verzeichnis von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Option selbst mit zu machen. Momentan sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951. Unser "Österreichisches Volkswörterbuch" ist mit diesem "Österreichischen Wörterbuch" in keiner Weise verbunden und wir erheben auch keinen wissenschaftlichen Anspruch.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir weiter und bieten eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache oft genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.