0 stars - 4 reviews5


Gewinntangente

die, -, -n

Gewinnanteil


Wortart: Substantiv
Tags: fachsprachlich
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 14.12.2016
Bekanntheit: 80%  
Bewertungen: 1 3

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Kommentare (1)


Im Feststellungsverfahren nach § 188 BAO wird der Grundfreibetrag nicht automatisch durch das Finanzamt zuerkannt! Der Steuerpflichtige, der eine Gewinntangente aufgrund seiner Tätigkeit in einer Personengesellschaft zugewiesen erhält, muss sich selbst um die Zuerkennung des Grundfreibetrages kümmern.
source: Bawag PSK
Im Feststellungsverfahren nach § 188 BAO wird der Grundfreibetrag nicht automatisch durch das Finanzamt zuerkannt! Der Steuerpflichtige, der eine Gewinntangente aufgrund seiner Tätigkeit in einer Personengesellschaft zugewiesen erhält, muss sich selbst um die Zuerkennung des Grundfreibetrages kümmern.
source: Bawag PSK
Der Übergangsgewinn/-verlust stellt also die Nachholung des Betriebsvermögensvergleiches dar. Als positive Gewinntangente kommen vor allem das Warenlager und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Betracht. Als negative Gewinntangente sind Warenschulden und andere Schulden, die bei Fortführung der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung zu Betriebsausgaben geführt hätten, anzusetzen.
source: WKO, Abgaben und Steuern
Certainly an Austrian term, and where personal business taxes are concerned, "Gewinntangente " appears to be an Austrianism for "Gewinnanteil". See e.g.:
"Bei diesen werden die Einkünfte zwar einheitlich für die Mitunternehmerschaft ermittelt, doch unterliegen lediglich die einzelnen Gesellschafter (sogenannte Mitunternehmer) der Besteuerung für ihre Gewinnanteile (sogenannte Gewinntangenten). " [...]
and, from Austrian law firm Haarmann Hemmelrath Hügel:
"Im Feststellungsbescheid erfolgt auch die Verteilung des Gewinns auf die Gesellschafter. Hier werden somit die Gewinnanteile ("Gewinntangenten") festgelegt (§ 188 Abs 3 BAO)."
source: ProZ.com The translation workplace

Koschutnig 14.12.2016



Neuer Kommentar


Melde Dich an und erstelle einen neuen Kommentar.
Anmelden



Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Das Österreichische Volkswörterbuch ist eine Sammlung von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen.
Derzeit sind über 1300 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.