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    hundsmüd


    [ huntsmy:t, -miət, -miɐt ]

    hundemüde


    Wortart: Adjektiv
    Tags: umgangssprachlich
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 01.05.2017
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 1 2

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    Kommentare (1)


    Standardisierte Schreibung (vgl. Aussprache-Eintrag hundsmiad) von 2 Jahrhunderten Müdigkeit:
    Bevor's Stuck angangen ist, erzählt ein junger Herr einer fremden Frau, die neben ihm gsessen ist, daß er hundsmüd ist
    source: Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vettern in Kakran (1808)
    Biondello. O Herr, o Herr, ich hab so lang gepasst,
    dass ich hundsmüd’ bin; doch erschaut ich noch
    Dass von dem Berg ein alter Engel kam.
    source: William Shakspeare, Der Keiferin Zähmung, übersetzt im Metrum des Originals von Joseph Fick (Wien 1826)
    Mein Herr macht ein Blick auf seine bestaubten Füß und sagt: „No ja, ich bin eigentlich hundsmüd !“ Der Ausdruck hat mich wieder geärgert. Warum bei jeder Gelegenheit ein armes Thier mißbrauchen, warum denn grad hundsmüd !
    source: Das weiße Mandl , Fortsetzung des schwarzen Mandls, Heft 1 (Wien 1842)
    Wie der Waschraum befindet sich auch das Matratzenlager 'herunten'. anheimelnd stäubt dort im Licht der Taschenlampe der Kotzen, greift sich an wie eine Pferdedecke – wer hundsmüd ist, überlegt nicht lang, ob er sich ans Gesicht holt das Ende, unter dem, ungewaschen wie die eigenene, jüngst eines anderen Bergsteigers Füße genächtigt haben
    source: Julian Schutting, Auf der Wanderschaft (2013)
    Sie, die Reporterinnen und Reporter, die sich auf einem anderen Kontinent und somit in einer anderen Tageszeit befinden, die entweder hundsmüd grad schlafen gehen wollten oder hundsmüd grad aufgeweckt worden sind, werden mit dem hektischen Gestammel eines aufdringlich aufgekratzten Studio-Redakteurs konfrontiert
    source: Profil Bd.32 (2001), Nr. 40-43
    ich bin hundsmüd und sag kadi das nutzt alles nichts ich bin hundsmüd laß einmal eine nacht aus
    source: Max Metz (d.i. Karl Wiesinger, Weilling Land und Leute. Bauernroman (1971/1990)

    Koschutnig 01.05.2017



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    Derzeit sind über 1300 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

    Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

    Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

    Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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