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    Ahndl

    die, ., -(n)
    [ a:ndl ]

    Großmutter


    Wortart: Substantiv
    Gebrauch: Dialekt
    Tags: tirolerisch,steirisch
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 25.10.2017
    Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
    Bekanntheit: 17%  
    Bewertungen: 3 3

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    Kommentare (1)


    Karl Schönherr:
    SPATZ ungeduldig: Gehn wir nit bald? Auf was warten wir denn noch?
    ROTT gepresst: Auf die Ahndl!
    SPATZ lacht verständnislos: Auf was? Auf die Ahndl?
    source: Karl Schönherr, Glaube und Heimat (1910)
    Peter Rosegger;
    sie schafft an der Wiege, 's ist ein süß' Geschäft, süßer als Feierabend. – Das sagt auch die alte Ahndl (Großmutter), die sich ebenfalls um die Wiege zu tun macht
    source: Peter Rosegger, Sonnenschein
    Ahndl und Ähndl:
    Nestroy:
    Bertram ( scharf): Du hast ja einen Ähndl?
    Lieserl (ängstlich): Ja, einen Ähndl.
    Bertram: Du hast auch eine Ahndl?
    Lieserl (mit steigender Angst): Ja, eine Ahndl.
    Bertram: Ferners auch eine Godl?
    source: Johann Nestroy, „Robert der Teuxel“ (1833) , Sämtliche Werke (1973)

    Koschutnig 25.10.2017



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    Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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