0 stars - 3 reviews5


Pflịchtschulabsolvẹnt

der, -en, -en

Person nach Erfüllung der 9-jährigen Unterrichtspflicht


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 11.01.2018
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 2

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Kommentare (1)


Wie Firmian soeben zu Pflichtschullehrer anmerkt: Verwendung findet der Begriff "Pflichtschulabsolvent" besonders für Personen, die außer der erfüllten Unterrichtspflicht keine weitere Ausbildung genießen oder genossen haben. Danke, Firmian, für diese Erwähnung, die mich drauf aufmerksam gemacht hat, dass der Eintrag bisher gefehlt hat.AMS-Chef Johannes Kopf, Akademiker:
Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass mein Sohn nur die Pflichtschule besucht, liegt bei 7 Prozent. Wäre ich hingegen Pflichtschulabsolvent, läge sie bei 30 Prozent.
source: Peter Rabl. Der Unwohlfahrtsstaat. Hat unser System noch Zukunft? (2015)
Dramatisch ist die Lage in Wien mit einer Arbeitslosenrate von 39 Prozent bei Pflichtschulabsolventen.
source: derStandard.at, 11.2.2016
Zumindest in Österreich darf man ja laut PISA-Studie keinesfalls erwarten, dass ein Pflichtschulabsolvent in der Lage ist, sinnerfassend zu lesen
source: Ritchie Pettauer, Der Journalist und sein Henker
(16.3.2015)
Fast die Hälfte aller Jobsuchenden, die beim AMS gemeldet sind, haben nur einen Pflichtschulabschluss. Während 17,6 Prozent der Pflichtschulabsolventen arbeitslos sind, sind nur 2,3 Prozent der Akademiker ohne Job. [...] Deutlich gefragter bei Unternehmen als Pflichtschulabsolventen sind daher Personen mit Lehrabschluss, unter diesen lag die Arbeitslosigkeit in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bei sechs Prozent.
source: Kleine Zeitung, 22.11.2002

Gefunden:
Pflichtschulabsolventen auf einer deutschen Seite:
Gerade in der untersten Bildungsstufe, der Pflichtschulabsolventen, ist das Ausmaß der Bildungshomogamie größer geworden
source: Volker Jarco „Gleich und Gleich gesellt sich gern", RWTH Aachen
.Allerdings ist das von der Innsbrucker Politologin Erna Appelt und dem Wiener Sozialwissenschaftler Albert Reiterer:
Insgesamt stellen sie eine leichte Abnahme der Homogamieraten in Österreich fest (Vgl. Appelt und Reiterer 2009: 45 f., 59 f.).]
source: Jarco „Gleich und Gleich..." RWTH Aachen

Koschutnig 11.01.2018



Neuer Kommentar


Melde Dich an und erstelle einen neuen Kommentar.
Anmelden



Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Das Österreichische Volkswörterbuch ist ein Verzeichnis von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Option selbst mit zu machen. Momentan sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951. Unser "Österreichisches Volkswörterbuch" ist mit diesem "Österreichischen Wörterbuch" in keiner Weise verbunden und wir erheben auch keinen wissenschaftlichen Anspruch.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir weiter und bieten eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch viele zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache oft genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.