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    trottolo̲s, trottulo̲s, trottelo̲s



    trottelhaft, idiotisch


    Wortart: Adjektiv
    Gebrauch: Umgangssprache
    Kategorie: Humorige Bezeichnungen
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 21.01.2018
    Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
    Bekanntheit: 100%  
    Bewertungen: 2 3

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    Kommentare (3)


    Als Adjektiv kenn ich's in allen 3 Formen erst durchs Gugeln:
    "trottolos":
    Was soll der Schwachsinn bringen? ... Diese trottolose Idee macht einen sprachlos.
    source: Kleine Zeitung Kärnten, 13.11.2016 Kommentar
    Leute, wie viel Geld hat diese Stadt denn eigentlich für wirklich trottolose Projekte? Einem Spitzenhotel der 5-Sterne-Kategorie am Ring seine Stellplätze aus öffentlichen Mitteln zu subventionieren ... , das ist ja beachtlich
    source: Wiener Gemeinderat, Sitzungsprotokoll v. 04.11.2003
    Die Shareholder-Geschichte war eigentlich nur eine minimale Variation zur paläoliberalen Utopie von der praestabilisierten Harmonie, dass alle glücklich werden, wenn jeder nur seinen Eigennutz verfolgt. Trottolos, kann man nur sagen!
    source: Andreas Unterberger.at, Kommentar v. Joh. Scheiber, 14. Mai 2012

    Koschutnig 21.01.2018


    "trottulos",
    fälschlich großgeschrieben (gesagt haben kann der Mann das ja nicht mit einem Großbuchstaben ):
    Die AUA um einen Euro zu verkaufen, findet er „Trottulos". Platzt der Verkauf, „bin ich für eine Sanierung durch den Staat", sagt Androsch.
    source: Tiroler Tageszeitung, 23.10.08
    Wenn's schief ausgeht, ist die EU schuld. So haben sich unsere trottulosen Politiker immer gerechtfertigt.
    source: Die Presse.com, 10.3.17, Posting v. 14.3.17
    Und so klassifiziert ein Kommentierer eine Preisverleihungsgratulationsaktion:
    trottulose Veranstaltung.
    source: derStandard.at v. 295.9.09, Posting v. 25.9.09

    Koschutnig 21.01.2018


    "trottelos":
    Trotteln (trottelose Menschen) sind einer Dummheit aus dem Grunde gar nicht fähig, weil ihnen die entgegengesetzte Eigenschaft, die Vernunft, fehlt.
    source: Znaimer Wochenblatt v. 3. 2.1867
    wir haben [...] nichts als unser Kunstgewerbe unter den Gewerben, das uns wenigstens ein wenig in der Welt bekannt machen kann. . Und diese Möglichkeit soll durch ein paar alte Betschwestern oder jüngere Flitscherln endgültig erledigt werden? Ja, glauben sie, dass die Amerikaner nicht bald darauf kommen werden, dass die Puppen der Frau Pimpr trotteloses Zeug sind? Natürlich werfen sie dann alles derartige in einen Sack und sagen ...:'No, my boy! Made in austria? Tinef!
    source: Fritz Karpfen, Österreichische Kunst (1923)

    Koschutnig 21.01.2018



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    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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