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    assenti͟eren



    auf militärische Tauglichkeit untersuchen, mustern


    Wortart: Verb
    Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
    Tags: rechtssprachlich,veraltet
    Kategorie: Amts- und Juristensprache
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 26.01.2018
    Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
    Bekanntheit: 60%  
    Bewertungen: 1 2

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    Kommentare (2)


    Duden
    assentieren

    1. bei-, zustimmen
    2. (österreichisch veraltet) auf Militärdiensttauglichkeit hin untersuchen
    source: Duden
    Mit der Assentierung beginnt die Dienstpflicht und dauert im Heere: drei Jahre in der Linie und sieben Jahre in der Reserve [...]
    Die Dienstzeit beginnt in der Regel mit dem Tage der Einreihung, das ist für diejenigen, die im Wege der Stellung (Haupt- und Nachstellung) in der Zeit vom 1. Jänner bis 1. Oktober assentiert wurden, mit dem 1. Oktober des Stellungsjahres, für alle später Assentierten und für die Freiwilligen mit dem Tage der Assentierung
    source: Ludwig Gumplowicz, Das öesterreichische Staatsrecht (Verfassungs- Und Verwaltungsrecht) (1891)

    * Raabe, Efraim, 1806, Brody, Galizien, Dezember 1831 als feldärztlicher Gehilfe assentiert, Juni 1833 Unterarzt und 1836 auf eigenes Ansuchen entlassen.
    *Raff, Salomon, 1827, Lemberg, Galizien, Juni 1852 assentiert . Ist 1854 uneruierten Ortes gestorben.
    *Rainer, Hermann, 1828 Lundenburg, Mähren, März 1849 als Gemeiner zum 49. Infant.-Rgt. assentiert , wurde Juni 1849 feldärztlicher Gehilfe, Oktober 1854 Unterarzt und April 1862 pensioniert.
    source: Moritz Frühling, Biographisches Handbuch der in der K. u.k. Österr.-Ungar. Armee und Kriegsmarine aktiv gedienten Offiziere, Ärzte, Truppen-Rechnungsführer und sonstigen Militärbeamten jüdischen Stammes (1911)

    Auch in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie mit einem bedeutenden deutschsprachigen Bevölkerungsanteil wurde weiterhin in ordentlicher österr. Rechtssprache "assentiert":
    source: Prager Archiv, 3. Jg., Sammlung der Gesetze und Verordnungen des čechoslovakischen Staates (1921)

    Koschutnig 26.01.2018


    Nicht nur junge Männer wurden gemustert - nein, nein, die jungen Frauen nicht, sondern -
    source: Gesetz vom 16. April 1873 betreffend die Deckung des Bedarfs an Pferden bei einer Mobilisirung für das stehende Heer und die Landwehr, Laibacher Zeitung v. 28. Mai 1873

    Koschutnig 26.01.2018



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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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