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Bunkl

der, -s, -

Kuchen; Brioche


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Dialekt
Tags: Oberösterreich
Kategorie: Essen und Trinken
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 10.03.2018
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (1)


Auf dem Traunstein war einst ein Holzknecht auf Arbeit; sein Weib hatte ihm in einem „Sáckl“ ein „Stuck Bunkl“ mitgegeben; er legte es nicht weit von dem Platz ab, wo er arbeitete. Als er aber sein Mittagsessen einnehmen wollte, lag das „Sáckl“ noch am alten Platze, doch der „Bunkl“ war weg.
source: Museum Francisco-Carolinum, Band 24 (1864)
Aus K.A. Kaltenbrunner, "Der Abschied des jungen Kriegers von seiner Mutter":
Den Tag, wia er fort is,
– Er hat wohl schon tracht –
I han iehm doh gschwindi
An Bunkl*) nu gmacht;
[...] *) Kuchen
source: Der Oberösterreicher. Volkskalender auf 1856
D' Woabachá, d' Bäurin,
Dö wá dö meinö, –
Und sie bacht glei in Bunkl
à Zwainzgá einö.
source: Johann Georg Mayr, Feldreserln. Eine Sammlung von Gesängen, Schnadahüpfln und Sprüch'ln in ob der ennsischer Mundart (1855)

Anm. zu den "á":
Da im alten Österreich vor der Harmonisierung mit den übrigen teutschen Landen die Normalaussprache des Buchstaben a ein [å] war, wurde das heute als normal geltende [a] als [á] dargestellt.

Brioschwecken und Bunkl .... der erstere werde vom Bäcker gebacken, letzteres bezeichne das im Hause verfertigte Backwerk.
source: Jürgen Eichhoff, Wortatlas der Deutschen Umgangssprachen 4 (2011)

Koschutnig 10.03.2018



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Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch unterschiedliche zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.