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    kri̲daträchtig



    geeignet, die Zahlungsunfähigkeit herbeizuführen


    Wortart: Adjektiv
    Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
    Tags: rechtssprachlich
    Kategorie: Amts- und Juristensprache
    Erstellt von: Koschutnig
    Erstellt am: 09.09.2018
    Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 1 2

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    Kommentare (1)


    Absatz 5 des §159 StGB (Strafgesetzbuch) legt fest, welches Verhalten als kridaträchtig einzustufen ist und damit im Fall der Zahlungsunfähigkeit zur strafrechtlichen Verurteilung führt
    source: Unternehmer in Not.at
    Der Tatbestand der "Fahrlässigen Krida" wurde im Jahr 2000 durch den Tatbestand der "Grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen" ersetzt. Rechtspolitisches Ziel war, [...] die Strafbarkeit auf grob fahrlässiges Verhalten einzuschränken. Es ist daher nicht mehr jedes Fehlverhalten strafbar, das im Nachhinein betrachtet zur Zahlungsunfähigkeit oder Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen geführt hat, sondern nur solche Verhaltensweisen, die grundsätzlich kridaträchtig sind.
    source: Unternehmensserviceportal
    Kridaträchtig handelt, wer entgegen Grundsätzen ordentlichen Wirtschaftens
    1. einen bedeutenden Bestandteil seines Vermögens zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, verschleudert oder verschenkt,
    2. durch ein außergewöhnlich gewagtes Geschäft, das nicht zu seinem gewöhnlichen Wirtschaftsbetrieb gehört, durch Spiel oder Wette, übermäßig hohe Beträge ausgibt,
    3. übermäßigen, mit seinen Vermögensverhältnissen oder seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in auffallendem Widerspruch stehenden Aufwand treibt,
    4. Geschäftsbücher oder geschäftliche Aufzeichnungen zu führen unterlässt oder so führt, dass ein zeitnaher Überblick über seine wahre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich erschwert wird, [...] oder
    5. Jahresabschlüsse, zu deren Erstellung er verpflichtet ist, zu erstellen unterlässt oder auf eine solche Weise oder so spät erstellt, dass ein zeitnaher Überblick über seine wahre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich erschwert wird.
    source: ph-online.at

    Koschutnig 09.09.2018



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    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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