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    schlieferzen


    [ schliefazn ]

    rutschen, gleiten auf Eis und Schnee


    Wortart: Verb
    Gebrauch: Dialekt
    Kategorie: Veraltet, Historisch
    Erstellt von: OTTO
    Erstellt am: 03.10.2018
    Region: Steyr-Land (Oberösterreich)
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 1 1

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    Kommentare (3)


    Schlieferzen nannte es meine Großmutter wenn man absichtlich über Eis rutschte.
    OTTO 03.10.2018


    source: www.sensortime.com/Erinnerungen Meine Volksschulzeit 1948 – 52
    Den meisten Buben machte das Barfußlaufen nichts aus, denn man bekam dabei Füße wie aus Hartgummi und konnte so am besten „schlieferzen“ . Das war damals der einzige Wintersport außer Rodeln. (Skifahren war für uns Kinder Ende der 40er ein Sport aus einer fremden Welt). Es dürfte überhaupt der älteste „Wintersportart“ sein.)

    OTTO 03.10.2018


    Eine Regelschreibung existiert da wohl eher nicht. So wie im Folgenden hört sich's wohl an:
    " 'schliafazn":

    De -azn-Konjugazion
    [...] Gestan sitz ma bein Fruaschdugg und i hea a sea komischs Gereisch,
    huach auf, und meak, es is des Hollazn vo an boelladn Hund
    im Schdiagnhaus. I wue wos zua Waltraud sogn, owa wia i den Soz
    foamulia, foit ma auf, i kau des Wuat "hollazn" goa ned rechd
    konjugian, deng a bissl noch und meak, dass soichane Weata auf
    "-azn" in da Woedschbroch goa ned so heiffig vuakumman. Oiso,
    mia foin auf di Schnoelle nua 5 soichane Weata ei:

    hollazn, togazn , schorazn, schliafazn und juchazn

    Jetzt kunnt wea kumman und sogn:"Wos is mid blazn, razn, hazn,
    bazn usw.?" De Weata kean ned wiakli zua -azn-Konjugazion, weu
    de des 'azn' jo scho in iagndana Fuam im Schdaumm drinhaum, de
    obn gnaunntn owa ned.
    Oiso, foin eich no weitare Weata ei oda san de fuemfe do om scho
    olle?
    source: Aus den Archivn von da a.c.a, 14.04.97 - 22.04.97. Bert Wender

    Und in einer Variante von 2006: schlifitzen =schlittern
    oder 4 Jahre später: schlifitzn (über Eisfläche rutschen)
    .
    Koschutnig 03.10.2018



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