0 stars - 2 reviews5


    Wirler, Wirrler

    der, -s, -

    bäuerliches Pfannengericht


    Wortart: Substantiv
    Gebrauch: Umgangssprache
    Tags: Tirol
    Kategorie: Essen und Trinken
    Erstellt von: Pernhard
    Erstellt am: 06.10.2018
    Region: Wien 14, Penzing (Wien)
    Bekanntheit: 0%  
    Bewertungen: 1 1

    Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

    Kommentare (2)


    "Knödel, Nudel, Nocken, Plenten sein die vier Tiroler Elementen." Mit Plenten ist aber hier der sogenannte schwarze Plenten ..., der Buchweizen gemeint, der in Form von Knödeln oder Wirler (eine Art Schmarren) verkocht wird.
    source: Otto Stolz, Rechtsgeschichte des Bauernstandes und der Landwirtschaft in Tirol und Vorarlberg, 1949
    Wirler = Pfannengericht aus Kartoffel, Mehl, Salz, Fett und Gewürzkräutern
    source: Austria-Forum
    Verglichen mit der heutigen Definition im Austria-Form basierte der Wirler ursprünglich offenbar auf einer andere Hauptzutat:
    (Innthal) Speise aus Wälschkornmehl. Vermöge der scherzhaften Bemerkung, dass der Wirler an manchen Bauerntischen so trocken vorgesetzt werde, dass ihn der Wind davontrage, dürfte man vielleicht an würgen ( für Würgler) denken; doch stammt das Wort wahrscheinlich von twirl, zwirl, d.i. Umrührlöffel, Quirl
    source: Joh. Baptist Schöpf, Tirolisches Idiotikon, 1866

    Pernhard 06.10.2018



    ‚Muatter, koch heut an Strudl!’
    ‚Na, i mecht liaber Erdäpflnudl!’
    ‚I will aber Speckknödl,
    weil i der Greaschte bin, geahts nach mein Schädl’ (...)
    Drauf hat die Muatter a bißl glacht,
    und hat an gschmalznen Wirler gmacht.
    (Aus dem Gedicht „Die Leibspeis" von Anni Kraus)
    source: Das Radio Tirol-Wörterbuch (2013)

    Wasser aufkochen. Polenta und Salz hinzufügen. Zugedeckt über Nacht stehen lassen. In Fett rösten, dabei immer wieder Flüssigkeit nach gießen. Der Wirrler soll zum Schluss trocken und bröselig sein.
    source: Tirol Orf.at

    Koschutnig 06.10.2018



    Neuer Kommentar


    Melde Dich an und erstelle einen neuen Kommentar.
    Anmelden



    Facebook   Google+   Xing   Twitter

          
    Impressum | Nutzung | Datenschutz

    Das Österreichische Volkswörterbuch ist eine Sammlung von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen.
    Derzeit sind über 1300 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

    Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

    Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

    Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten die Möglichkeit eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

    Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

    Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

    Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

    Wir benutzen Cookies um unsere Seite verbessern zu können. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Hier unsere Datenschutzbestimmungen. OK