remunerieren



entschädigen, vergüten


Wortart: Verb
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Kategorie: Amts- und Juristensprache
Erstellt von: Lanquart
Erstellt am: 14.11.2019
Region: Klagenfurt Land (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (3)


veraltet, noch österreichisch:
entschädigen, vergüten
source: DWDS

Das jüngste deutsche Beispiel im „Digitalen Wörterbuch der dt. Sprache“ stammt von 1914 aus Ricarda Huchs “Der große Krieg in Deutschland“ ( Gemeint war der 30-jährige Krieg, aufgrund der folgenden Ereignissen wurde der Titel in der Auflage 1958 geändert in „Der dreißigjährige Krieg).

In letzter Zeit ist auf deutschen Seiten das veraltete Wort jedoch wieder aufgetaucht. Wieso wohl?
Lanquart 14.11.2019


Von deutschen Seiten:
Je nach Vertragstyp, d.h. Anstellungsverhältnis, das für sechs Monate abgeschlossen wird, werden pro Semesterwochenstunde rund 190,- Euro (brutto) im Monat, also für die gesamte Anstellungsdauer rund 1.140,- Euro (brutto) remuneriert,
source: Gedenkstättenforum.de

Das Job-Angebot kommt allerdings von der Universität Innsbruck.

Sie müssen für diese Tätigkeit ausreichend remuneriert werden. Und wir müssen noch mehr Wert auf eine gute und fundierte Ausbildung der Allgemeinmediziner/-innen legen.
source: B&K Presse-Service.de
So spricht der Rektor der Med. Universität Graz.
Lanquart 14.11.2019


Die Frankfurt Allgemeine erklärt den österr. Exkanzler Gusenbauer:
„Ich habe niemals eine Aktivität für Janukowitsch oder die ,Partei der Regionen‘ gesetzt, sondern mich ausschließlich für den Weg der Ukraine nach Europa engagiert.“ [...] Zu jenen zwei Millionen Euro [...] wolle Gusenbauer nichts sagen, schreibt die APA. Er bestätige lediglich, dass seine Aktivitäten „remuneriert“ gewesen seien, das bedeutet vergütet[/]
source: FAZ,26.2.2018

Auch die Berliner Morgenpost verdeutscht Gusenbauer:
Gusenbauer, Romano Prodi und Kwasniewski
bestätigten gegenüber europäischen Medien Kontakte mit Manafort. Sie bestritten jedoch, als Lobbyisten für Janukowitsch agiert zu haben und dafür von Manafort bezahlt worden zu sein. Gusenbauer erklärte lediglich, er sei „remuneriert“ worden, [b]zu Deutsch: Er bekam eine „Vergütung“.
source: Berliner Morgenpost, 25.2.18

Koschutnig 16.11.2019



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Das Österreichische Volkswörterbuch ist ein Verzeichnis von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Option selbst mit zu machen. Momentan sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951. Unser "Österreichisches Volkswörterbuch" ist mit diesem "Österreichischen Wörterbuch" in keiner Weise verbunden und wir erheben auch keinen wissenschaftlichen Anspruch.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir weiter und bieten eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache oft genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.