Schlawittl, beim Schlawịttl haben



(am Kragen) festhalten


Wortart: Wendung
Gebrauch: Umgangssprache
Kategorie: Humorige Bezeichnungen
Erstellt von: Lupina
Erstellt am: 06.04.2020
Region: Hessen
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 0 0

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Kommentare (2)



Dann aber wird sie ihn eigenhändig zurück ins Bett bringen, wenn's sein muß am Schlawittl.
source: Kurt Ostbahn (Günter Brödl), Blutrausch, 1995

Filmgeschehen ist nur meistens eine Welt, die ich nur kurz betrete. ... umso begeisterter bin ich, wenn sie mich dann in der wohligen Dunkelheit des Kinosaals am Schlawittl packen und nicht loslassen ( Match Point, Brokeback Mountain).
source: FM4 ORF.at

Schließlich griff der fast zwei Meter große Schrunser zu und packte den Langfinger am Schlawittl: Er wisse von nix, stammelte der Gefasste
source: Vorarlberger Nachrichten

MARQUANT: Wohin willst du das Volk denn leiten: zur Zivilcourage?
NEUHAUSER: Natürlich. Noch dazu, wo die Welt sich immer deutlicher in einen Chaoshaufen verwandelt, muss man jeden mündigen Bürger am Schlawittl packen.
source: Andrea Schurian.at

Lupina 06.04.2020


Wenn es bei dieser Wendung überhaupt hier um einen Eintrag geht, dann wohl nur in dieser Form mit-w- , denn Schlafittchen mit -f- ist allgemein gebräuchlich und steht so in den Wörterbüchern. Der Grund für die verbreitete Wandlung von „Schlafittchen“ zu „Schlawittchen“, mag wohl die Schneewittchen- Parallele sein.

Reflexiv geht es übrigens auch und meint dann: „sich zusammennehmen“, „Mut fassen“:

Ich pack mich also am Schlawittl, wie wir Österreicher so sagen, wie man das nun schreibt, weiss ich leider nicht
source: Xing - Vorstellungsrunde


Jetzt erst nahm ich mich selbst beim Schlawittl und bestieg den Hügel, auf dem die wild-romantischen, ruinösen Türme von Fragenstein stehen.
source: Tirol isch toll

Lupina 06.04.2020



Neuer Kommentar


Melde Dich an und erstelle einen neuen Kommentar.
Anmelden



Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Das Österreichische Volkswörterbuch ist ein Verzeichnis von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Option selbst mit zu machen. Momentan sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951. Unser "Österreichisches Volkswörterbuch" ist mit diesem "Österreichischen Wörterbuch" in keiner Weise verbunden und wir erheben auch keinen wissenschaftlichen Anspruch.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir weiter und bieten eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch viele zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache oft genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.