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Wortart: Adverb
Kategorie: Orts- und Raumangaben
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 05.06.2010
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Kommentare (2)


Herr Winter, geh hinter!
reimt zwar auch der Münchner Christian Morgenstern, der ist aber in Meran 1914 gestorben. Wo hat er´s wohl aufgeschnappt?

Herr Winter,geh hinter,
der Frühling kommt bald!
Das Eis ist geschwommen,
die Blümlein sind kommen
und grün wird der Wald.

Herr Winter, geh hinter,
dein Reich ist vorbei.
Die Vögelein alle,
mit jubelndem Schalle,
verkünden den Mai!

Bereits im Grimm´schen Wörterbuch (ab 1838) findet sich: `hinter´ in der Bedeutung `zurück, weg´: waჳ eჳ dar zu kumen, daჳ si deჳ krigs bederseits waren gangen hinter (ihn beigelegt hatten). d. städtechr. 1, 58, 4;
mundartlich, in Tirol, hinter geben, zurückgeben.
FROMM. 6, 151: gea hinter (weg), i hanns ders schann (schon) hinter geben.
LEXER kärntn. wb. 142; in der verbindung hinhinter, s. oben sp. 1443: das forder man hin hinter kert. fastn. sp. 383, 9.
Derzeit in Kärnten (wo noch?):Gib´s hinter! = Gib es zurück!
Bring´s hinter! = Bring es zurück!Geh wieder hinter! = Geh wieder zurück (wo du hergekommen bist).
Gehn S´, fåhrn S´ a Stickl hinta! = Bitte, fahren Sie doch ein kleines Stück zurück!
Koschutnig 05.06.2010


Die Wiener
haben ein eigentümliches Verhältnis zu ´hinten´:
Siehe:
rückwärts
samt Kommentaren.
JoDo 06.06.2010



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Das Österreichische Volkswörterbuch ist ein Verzeichnis von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Option selbst mit zu machen. Momentan sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch viele zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.