0 stars - 6 reviews5


Lisl

die, -, keine

Spitzname für das Polizeigefängnis Roßauerlände in Wien


Wortart: Substantiv
Tags: ugs,.Jargon
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 18.12.2016
Bekanntheit: 80%  
Bewertungen: 2 4

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

Ähnliche Wörter

Lausallee
+2 
Liesl
+3 
Liesl
+1 
Liesl
+2 
Lisl
+2 
Lisl
+1 

Kommentare (10)


Im Volksmund „Liesl“

Bedingt durch die bis 1919 offizielle Adresse Elisabethpromenade bürgerte sich in der Wiener Bevölkerung für das Gebäude, speziell für das Polizeigefangenenhaus, der Spitzname Liesl ein. Noch Jahrzehnte später, 1986, erwähnte Bruno Kreisky, der 1938 dort kurz in Haft war, die Elisabethpromenade in seinen Memoiren, obwohl die Straße 1938 längst nicht mehr so geheißen hat

Wiki
Sapperlot 18.02.2017


Polizeigefangenenhaus "Liesl"
Von hier aus gab es zahlreiche Transporte in Konzentrationslager

Das Polizeigebäude wurde nach Plänen von Emil Förster 1901–1904 an der damaligen "Elisabethpromenade" erbaut, daher der Name "Liesl".
http://www.denkmalwien.at
Sapperlot 18.02.2017


Die Februarkämpfe 1934 in Wien Meidling und Liesing: Ein ... https://books.google.de/books?isbn=3954252546
Josef Fiala - 2013 - ‎History
... reihenweise Verhaftungen, Verhöre und Einlieferungen in das Polizeigefängnis Roßauer Lände 7 (früher Kaiserin Elisabethpromenade - „Liesl“), 1090 Wien, ...
Sapperlot 18.02.2017


Familienerinnerungen - Google Books-Ergebnisseite https://books.google.de/books?isbn=3709936810
Hermine Wittgenstein - 2015 - ‎Biography & Autobiography
Aufgrund der bis 1919 offiziellen Adresse Elisabethpromenade bürgerte sich für das Polizeigefangenenhaus in der Wiener Bevölkerung der Spitzname „Liesl“ ...
Sapperlot 18.02.2017


Polizeigefangenenhaus (Liesl) - WEB - Lexikon der Wiener ...
www.dasrotewien.at/polizeigefangenenhaus-liesl.html
... ihrer Verhaftung. Der volkstümliche Ausdruck für das Gefängnis war „Liesl“, nach dem früheren Namen der Roßauer Lände, "Kaiserin-Elisabeth-Promenade".
Sapperlot 18.02.2017


PDF]Überblick über die Projektergebnisse - Ludwig Boltzmann-Institut für ...
www.lbihs.at/Bauer_Anhalteprojekt_Infos.pdf
Viele prominente Wiener Sozial- demokrat/-innen wurden beispielsweise im berühmt-berüchtigten Polizeigefangenenhaus an der Elisabethpromenade ( „Liesl“) ...
Sapperlot 18.02.2017


Da der Eintrag wegen der Suchfunktion ganz bewusst für die ältere Schreibung "Lisl" für das "Neue Polizeigefangenhaus" [sic!] angelegt worden ist, wären es weit sinnvoller gewesen, das Material der letzten 7 Kommentare mit ihrer "Liesl"-Schreibung zum früheren Eintrag http://www.ostarrichi.org/wort-6697-Liesl.html zu stellen, auf den ganz oben als Erstes hingewiesen wird.

Der VolksMUND kann übrigens nicht nicht zw. Lisl und Liesl unterscheiden!

Jedenfalls wurde der 54jährige /Fritz Löhner-Beda/ sofort nach dem Einmarsch der Nazis verhaftet und in jenes Polizei-"Gefangenenhaus" auf der Wiener Elisabethpromenade abtransportiert, das im Volksmund "Lisl" hieß.
Jenes "Lisl" diente ab sofort als Sammelstelle für eine Aktion. die später als "Prominententransport Nr. 1" in die schauerlichsten Annalen einging.
source: Moritz Pirol, Halalí 2 (2010)
Viktor Matejka (1901-1993) [...] damals im "Lisl" unverhofft Löhner-Bedas Zellengenosse, hat zehn Jahre später ihre makabre Zusammenlegung beschrieben. [...] Im Kapitel " 'L,M,N auf der 'Lisl' " ist in seinem Vortrag vor der späteren "Lagergemeinschaft Dachau" nachzulesen:
"Am letzten Abend des März 1938 machte sich eine Umgruppierung auf der 'Lisl' bemerkbar. [...] Die abgeführten Häftlinge kamen jeweils in eine größere Sammelzelle".
source: Moritz Pirol, Halalí 2 (2010)
Ich bin im Februar 1942 verhaftet worden, auf der "Lisl" (Gefängnis auf der Elisabethpromenade in Wien) war ich vier Monate in Einzelhaft.
source: Charlotte Rombach, WIDERSTAND UND BEFREIUNG 1934 - 1945 (2013)
Wir wurden in eine grüne Minna verstaut, in der bereits »Gäste«, aus den Kommissariaten der Bezirke XIII und XIV untergebracht waren. Unser Ziel war die »Lisl«, das Gefängnis auf der Elisabethpromenade.
source: Ernst Frey, Vietnam, mon amour. Ein Wiener Jude im Dienst von Ho Chi Minh (2013)

Koschutnig 18.02.2017



Neuer Kommentar


Melde Dich an und erstelle einen neuen Kommentar.
Anmelden



Facebook   Xing   Twitter

Impressum | Nutzung | Datenschutz

Das Österreichische Volkswörterbuch ist ein Verzeichnis von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Option selbst mit zu machen. Momentan sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951. Unser "Österreichisches Volkswörterbuch" ist mit diesem "Österreichischen Wörterbuch" in keiner Weise verbunden und wir erheben auch keinen wissenschaftlichen Anspruch.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir weiter und bieten eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Zusätzlich umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich neben der hochsprachlichen Standardvarietät noch viele zahlreiche regionale Dialektformen, hier besonders bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache häufig genutzt, finden aber keinen unmittelbaren Niederschlag in der Schriftsprache.