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Schwül

der,

fortgeschrittenes Stadium der Alkoholisierung


Wortart: Substantiv
Kategorie: Essen und Trinken
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 28.12.2016
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 5

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Kommentare (1)


s.a. Schwü
»Es is ganz guat, wann d'r Mensch seiner Natur hie und da an Stoß gibt«, sagte Herr Mayerhofer und bekam dann immer einen Schwül. In diesen Zustand kann jeder geraten, der nur acht Viertel Wein verträgt und zehn trinkt.
source: Rudolf Stürzer, Schwankende Gestalten (1926)
Ein Schwipserl ist beispielsweise ein ganz leichter Rausch, das lässt sich auch von einem Spitzerl sagen, ein Dusel ist ein stiller Rausch, der Schwül benebelt.
source: Robert Sedlaczek , Wörterbuch des Wienerischen (2013)
i hab an Spezi ghabt[…]
der hat in der Sandleiten draußt
in an klan Hauerhäusl ghaust,
und wiara amål in sein Schwül
in Weingart obn a Gruabn grabn wü',
weil er, so hat er gsagt, beim Wein
ganz knapp hiebei begrabn wü' sein,
da stößt er, d' Schaufel bricht eahm fast,
auf an großmächtig dicken Ast.
source: Weinheber, „Wirtshausgespräche", („Wien wörtlich“) (1948)

Im allgemeinen kann man drei Stadien des Schwüls feststellen; das erste äußert sich in einem freien Bekennermute der Menschheit gegenüber, das zweite in einer sanften Erotik und das dritte in einer kohlhaasischen Rechtsucht, die von Laien gemeinhin für Streitsucht gehalten und demgemäß behandelt wird.
source: Rudolf Stürzer, Schwankende Gestalten (1926)

Und dann — nicht dass ich reden will,
dann nimm ich mich erst z'samm:
Kein Spieln, kein Raukerl und kein Schwül
So kann ich mir schon im April
mein Puchrad ausg'löst ham.
source: Josef Weinheber, "Die Werbung"

Koschutnig 28.12.2016



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